22.03.2017
Hans Weiske
Erschienen in: Mittelsächsische LinksWorte (Mittelsachsen, Sachsen)

Zur Integration von Geflüchteten

Um es vorwegzunehmen: Die Veranstaltung im Kulturforum Stadtpark in Frankenberg hätte ein größeres Publikum verdient gehabt, als die ca. 30 interessierten Bürgerinnen und Bürger, die kamen. Die Debatte wurde durch das Podium, aber auch durch fundierte Beiträge aus dem Publikum bereichert. Es ging um die Flüchtlingsproblematik im Allgemeinen, aber vor allem durch die Anwesenheit von Angelika Scheuerl geprägt, auch um die Integration unbegleiteter junger Menschen, die aus den Krisengebieten dieser Welt zu uns kommen.

Angelika Scheuerl plädierte dafür, für ihren Verantwortungsbereich das Wort Integration durch Inklusion zu ersetzen. Sie wolle für den Landkreis Mittelsachsen Beispiele für eine gelungene Inklusion entwickeln. Johannes Kretzer aus Freiberg, Geschäftsführer des „Regenbogenhauses“, betonte, dass ihre Erfahrungen mit der Inklusion schwerbehinderter Jugendlicher durchaus auf die unbegleiteten minderjährigen anwendbar wären. Das „Wir schaffen das“-Deutschland bewege sich, wie mehrfach unterstrichen wurde, in der Asylfrage wie ein unbeweglicher Tanker. Aber für die Zukunft ergäben sich auch große Möglichkeiten, wenn es gelänge, die vielen vor allem junge Menschen in den Arbeitsprozess zu integrieren. Susanna Karawanskij unterstrich, dass sich die Bundestagsfraktion der LINKEN mit allen Kräften dafür einsetzen werde.

Hinweis

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