22.03.2017
Kerstin Ufer
Erschienen in: Mittelsächsische LinksWorte (Mittelsachsen, Sachsen)

Theaterzeit "Neun blaue Nächte"

Premiere im doppelten Sinne

Szenenbild aus dem Stück "Neun blaue Nächte"

Theaterzeit: „Neun blaue Nächte“ - Premiere im doppelten Sinn

Das gab es hier noch nie: Politikerin übernimmt die Schirmherrschaft für eine Schauspiel-Inszenierung am Mittelsächsischen Theater in Freiberg und Döbeln – eine Premiere im doppelten Sinn – sowohl für MdL Dr. Jana Pinka, als auch für die Macher des Stücks „Neun blaue Nächte“ von Matéi Visniec. Warum es der stellvertretenden Linken-Fraktionsvorsitzenden eine Ehre war, diese Schirmherrschaft zu übernehmen, hat gleich mehrere gute Gründe:

"Liebe Freiheit" ist das Motto der neuen Spielzeit 2016/17.

Intendant Ralf-Peter Schulze begründete diese Wahl unter anderem so: „… FREIHEIT ist nicht grenzenlos. Freiheit heißt nicht frei von Verantwortung zu sein. Freiheit heißt nicht frei von Werten, heißt nicht frei zu sein von Nächstenliebe, von Respekt, Achtung und Liebe. LIEBE wiederum grenzt nicht aus, setzt keine Bedingungen …“ Dr. Jana Pinka findet, dass diese außergewöhnliche, weil heitere und zugleich tiefsinnige Liebesgeschichte gerade deshalb so gut zum Motto der neuen Spielzeit passt.

Schon lange fühlt sie sich mit dem Mittelsächsischen Theater sehr verbunden. Auch dieses Haus kämpft seit Jahren um ausreichende finanzielle Mittel, die es langfristig ermöglichen, das hohe Niveau aller Sparten, beispielsweise des Schauspiels und des Musiktheaters, aufrechterhalten zu können und die Theaterschaffenden zu motivieren, dem Haus die Treue zu halten.

Die Kulturraumtour des kulturpolitischen Sprechers der Linken-Landtagsfraktion Franz Sodann machte im Januar Station im Freiberger Theater, um mit renommierten Kulturschaffenden das Sächsische Kulturraumgesetz zu diskutieren. In Folge dessen überlegte Dr. Jana Pinka in Freiberg gemeinsam mit Theater-Geschäftsführer Dr. Hans Peter Ickrath, welche Unterstützung von Seiten der Politik noch möglich ist, um auf die Probleme öffentlichkeitswirksam aufmerksam zu machen. Die Idee der Schirmherrschaft bot dazu gleich in mehrerer Hinsicht nachhaltig Gelegenheit. Zum einen spiegelt die Inszenierung das Spielzeitmotto treffend wider, die Abgeordnete erlebte den Entstehungsprozess des Stückes hautnah mit, lernte die Arbeit hinter den Kulissen kennen und kam mit den Theaterschaffenden ins Gespräch. Zum anderen sorgte nicht zuletzt ihre Schirmherrschaft für sehr gut besuchte Vorstellungen. Außerdem gab es mehrfach positive Presseresonanz, und für die hervorragenden jungen Mimen Anna Bittner und Delschad Numan Khorschid war das Stück ein weiteres Sprungbrett für eine zukunftsweisende Karriere. Die beiden verkörperten auf der Bühne ein ungewöhnliches Liebespaar und in der Realität den Beweis gelebter Integration. Denn Delschad Numan Khorschid ist Kurde, stammt aus dem Nordirak, floh vor mehr als 10 Jahren nach Deutschland, besuchte die Berliner Schauspielschule und ist nun Gast des Schauspielensembles des Mittelsächsischen Theaters.

Nach der Aufführung am 25. November wird Jana Pinka zudem bei einer Podiumsdiskussion die Möglichkeit haben, mit der Theaterleitung, den Schauspielerinnen und Schauspielern sowie dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Darauf freut sie sich ganz besonders. Restkarten sind an der Theaterkasse in Freiberg noch erhältlich.

Hinweis

Die gesamte Januar-Ausgabe der LinksWorte ist

unter www.linksworte-mittelsachsen.de/ausgaben/111.pdf zu finden. Frühere Ausgaben sind archiviert unter

www.linksworte-mittelsachsen.de/archiv.html .