26.01.2017
Bernd Lachmann
Erschienen in: Mittelmark links (k² Potsdam, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg)

Atomwaffen ächten - weltweit!

Wusterwitzer LINKE startet Friedensinitiative

Käthe Kollwitz, 1924

Im Oktober 2016 stimmte die UN-Vollversammlung über die Aufnahme von Verhandlungen für ein weltweites Atomwaffenverbot ab. 38 Staaten – darunter die USA, Frankreich, Groß-britannien, Russland, Südkorea und Deutschland - stimmten dagegen.

Noch immer lagern in der Bundesrepublik 20 amerikanische Atomsprengköpfe. Im Ernstfall fliegen sie in deutschen Tornados aus der Eifel zu ihren Einsatzzielen. Mit politischer und finanzieller Unterstützung der Bundesregierung plant das US-Militär die Modernisierung dieses Arsenals bis 2020. Die neue Generation dieser Atomwaffen wird die 13fache Sprengkraft der Hiroshima-Bombe besitzen und über eine höhere Zielgenauigkeit verfügen.

Das Kriegshandbuch der USA von 2015 autorisiert auch aktuell den Einsatz atomarer Waffen, wenn die militärischen Vorteile die zu erwartenden zivilen Verluste überwiegen.
Vor diesem Hintergrund forderte die Wusterwitzer LINKE in einem Initiativantrag an den Kreisparteitag:

  1. Bundesweite Unterschriftenaktionen für den Abzug der Atomwaffen aus der BRD.
  2. Die Bundesregierung soll ihre ablehnende Haltung in der UNO zum Verbot von Atomwaffen aufgeben.
  3. Der Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Landkreistag sollen die Interessen aller Bürger nach einem Leben ohne atomare Bedrohung gegenüber Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung vertreten.
  4. Durchführung von regionalen Friedensforen.

Der Initiativantrag wurde vom Parteitag einstimmig beschlossen. Auch DIE LINKE. Brandenburg a.d.Havel schließt sich der Initiative an.

Das Plakat von Käthe Kollwitz aus dem Jahr 1924 zeigt eine Mutter, die nach den Schrecken des 1.Weltkrieges mahnend den Arm erhebt.

Wo stehen wir heute? Die Kriegsgefahr ist immer noch nicht gebannt. Es genügt ein „Funke“ und der 3.Weltkrieg ist entfacht. Diesmal wäre es das Ende der gesamten Menschheit. Das darf nie geschehen!

Für die Zukunft unserer Kinder und Enkel!

Bernd Lachmann