30.10.2016
Christel Zillmann
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

Radwegekonzept nötig

Panketal: Straßenbau bis 2025 beschlossen

Barnim/Panketal

Im September beschloss die Gemeindevertretung Panketal das inzwischen entsprechend den langjährigen Erfahrungen überarbeitete Straßenausbauprogramm bis zum Jahr 2025. Es wurde an neue technische Regelwerke für den Straßenbau angepasst und die Finanzkraft des Eigenbetriebes „Kommunalservice Panketal“ berücksichtigt. Von 2005 an hat Panketal, inzwischen leben hier mehr als 20.000 Einwohner, 70 Prozent seiner Straßen ausgebaut. Das sind über 50 Straßenkilometer.
Die Fraktion DIE LINKE, dies wird allgemein anerkannt, hat bei der Realisierung dieses anspruchsvollen Straßenbaukonzeptes einen kons­truktiven Beitrag geleistet und damit ihr Wahlprogrammm mit konkreten Aktivitäten schrittweise umgesetzt. Dazu gehört die Reduzierung der Erschließungsbeiträge für Anwohner beim Bau von Sammel- und Anliegerstraßen der Bau von Geh- und Radwegen innerhalb des Gemeindegebietes und der Weiterbau des Radweges an der L200 von Gehrenberge nach Bernau und das Engagement zur Reduzierung des 20-Minuten-Taktes bei der S-Bahn zwischen Bernau und Buch. Die LINKE setzt dabei auf die Stärkung des Gemeinsinns und die verantwortungsvolle Abwägung von Einzelinteressen bei kommunalen Entscheidungen in Verbindung mit einer besseren Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Der von allen Einwohnern Panketals verursachte Straßenverkehr innerhalb der Gemeinde lässt sich nicht „wegdrücken“. Hier kann es nur darum gehen, die Auswirkungen und Belästigungen zu minimieren. Jeder Einwohner ist Verkehrsteilnehmer! Der Straßenverkehr findet statt durch Fußgänger, Radfahrer und den Fahrzeugverkehr. In den Grundsatzmaterialien zum Straßenbau, wie dem Gemeindestraßenleitfaden, wird dem Fußgängerverkehr eine hohe Priorität eingeräumt. Fuß- und Radverkehr sollen im Straßenbau vorrangig berücksichtigt werden, damit sich Personen zu Fuß oder mit dem Fahrrad im öffentlichen Straßenraum zu jeder Tageszeit sicher fühlen können.
Ein immer wiederkehrendes Pro­blem ist in Panketal der Bau von sicheren, barrierefreien Gehwegen. Das Sicherheitsbedürfnis einerseits erfordert den Bau von Gehwegen. Doch andererseits entscheiden sich die Anwohner aus Kostengründen oftmals dagegen. Es bleibt sicher eine schwierige Abwägung zwischen den einzelnen Positionen, wobei Einzel­interessen denen der Allgemeinheit nicht entgegenstehen dürfen.
Im Allgemeinen stellt im Gemeindegebiet die Kennzeichnung von geeigneten Gehwegen mit dem Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ eine sinnvolle Lösung dar, da einerseits Rad fahrenden Kindern und älteren Personen die Mitbenutzung der Gehwege ermöglicht wird und anderseits „flottere“ Radfahrer die Straße benutzen dürfen. Durch Radwege müssen vor allem Schulen, Bahnhöfe, Verkaufs- und Gesundheitseinrichtungen erschlossen werden. Die LINKE setzt sich deshalb für ein Radwegekonzept für Panketal ein.
Weitere Infos der Panketaler LINKEN zum Straßenbau auf: www.dielinke-panketal.de.