20.12.2016
Ralf Kaiser
Erschienen in: Offene Worte (Virtuelle AG Offene Worte, Eberswalde, Brandenburg)

»Für ein gutes Leben ist mehr soziale Gerechtigkeit nötig«

Gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit – wie sieht es im Barnim damit aus?

Ralf Kaiser kandidiert für die LINKE im Wahlkreis 57 (Oberbarnim, Uckermark) und auf Platz 8 der Landesliste Brandenburg
Barnim/Eberswalde

Der Monatsbericht Oktober 2016 der Bundesagentur für Arbeit klingt verheißungsvoll – die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg verzeichnet die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren!
Die Arbeitslosenquote im Bereich SGB II und III, auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen, für das Land Brandenburg beträgt demnach 7,3 Prozent und für den Landkreis Barnim 6,5 Prozent, Bernau 4,5 Prozent und Eberswalde 10,0 Prozent.
Eigentlich ein Grund zur Freude. Aber bedeutet diese positive Entwicklung am Arbeitsmarkt auch eine Stabilisierung und Steigerung der Lebensqualität, Kaufkraft und Wertschöpfung im Barnim? Können alle Barnimer/Innen von ihrer Arbeit würdig leben?
Knapp jede(r) vierte versicherungspflichtige Beschäftigte im Landkreis benötigt aufstockende Hilfe! Etwa 25 Prozent arbeiten in prekären Beschäftigungsverhältnissen! Die Brutto- und Netto-Arbeitszeiten sind häufig unverhältnismäßig; viele Beschäftigte, zum Beispiel im Einzelhandel, müssen bereits vor ihrem eigentlichen Arbeitsbeginn – der Ladenöffnung, die Ware auspacken, den Laden reinigen, Vorbereitungen treffen, ohne Vergütung. Nach Ladenschluss gilt das ebenso!
Tarifbindung und eine entsprechende Vergütung sind Mangelware. Arm, trotz Arbeit?!
Attraktivität der Ausbildung – warum sind so viele Ausbildungsplätze in Landkreis, im Agenturbereich unbesetzt? Welche Perspektiven bieten sich den jungen Menschen? Warum gehen sie weg?
Angst vor dem Altwerden – Altersarmut! Die Kosten der Unterkunft können viele Rentnerinnen und Rentner nicht mehr selbst stemmen. Meist haben die Familien dieser älteren Menschen auch noch ihre eigenen finanziellen Nöte und Probleme. Das belegen die Zahlen derer, die Grundsicherung im Alter beziehen.
Doch genug mit der Melancholie; wir LINKE haben da nicht nur ein kritisches Auge drauf, sondern auch zahlreiche Lösungsansätze, Ideen und Vorschläge.
Gute Arbeit beginnt mit einer guten Bildung und Berufsausbildung und ist ferner eine Grundvoraussetzung für eine gute Rente!
Wir fordern daher aus gutem Grund einen gesetzlichen Mindestlohn von zwölf Euro und eine sanktionsfreie Mindestsicherung und eine solidarische Mindestrente von 1.050 Euro.
Für ein gutes Leben brauchen wir mehr soziale Gerechtigkeit, eine verbesserte öffentliche Daseinsvorsorge und Fürsorge!
Dafür stehe, kämpfe und streite ich – als aktiver Gewerkschafter, Familienvater, Sohn mit Erfahrung der Pflegebedürftigkeit von Angehörigen und nicht zuletzt als Direktkandidat für die Partei DIE LINKE im Wahlkreis Uckermark/Barnim!
Gemeinsam mit den Menschen und für die Menschen der Region!