15.11.2016
Thomas Braune
Erschienen in: Marzahn-Hellersdorf links (DIE LINKE. Berlin, Berlin, Berlin)

Zur Person: Maurice Martin

Gregor Gysi und Maurice Martin.
Marzahn-Hellersdorf

Maurice, warum bist du in DIE LINKE eingetreten?
M.M.: Seit der 6. Klasse musste ich die Tagesschau gucken. Anfangs war ich davon nicht sehr begeistert, aber ich habe schnell angefangen, mich für Politik zu interessieren. Und, auch wenn es klischeehaft klingt, hat mich Gregor Gysi mit seinen Positionen schnell von der LINKEN überzeugt. Zur Berlinwahl 2011 habe ich an einem Infostand dann Klaus Lederer getroffen und war begeistert.

Denkst du, DIE LINKE ist attraktiv für junge Menschen?
M.M.: Ich denke, Klaus Lederer als Landesvorsitzender und diesjähriger Spitzenkandidat hat auch viele junge Menschen angesprochen. Und auch im Bezirk gibt es ja viele junge Gesichter in der BVV.

Was sagen deine Eltern eigentlich dazu, dass du dich so früh politisch engagierst?
M.M.: Sie finden es an sich gut, auch wenn sie nicht unbedingt meine politischen Auffassungen und die der LINKEN vertreten.

Wie ging es nach deinem Eintritt dann weiter?
M.M.: Mir war zunächst nicht wirklich bewusst, was man so machen kann als Parteimitglied. Zwei Wochen nach meinem Eintritt fand dann das erste Treffen mit der Jugendgruppe im Bezirk statt.

Wie war das Treffen für dich?
M.M.: Ich fand es interessant, junge Leute zu treffen, die ähnliche politische Ansichten haben. Bei meinem ersten Treffen waren es nicht viele; etwa 5 Leute waren wir. Die Teilnehmerzahl erhöhte sich seitdem aber schnell. Beim letzten Treffen waren wir schon etwa 15. Wir haben überlegt, was wir als Jugendgruppe zum Bundestagswahlkampf im nächsten Jahr machen könnten. Gegen die AfD wird es sicher nicht leicht. Wir vermuten, dass wer Prominentes aufgestellt wird.

Beim Wahlkampf in diesem Jahr hast du auch geholfen?
M.M.: Ja genau, ich bin Infomaterial stecken gegangen, war am Infostand, habe beim Auf- und Abbau von Festen geholfen und nach der Wahl Plakate wieder abgenommen.

Welche Erfahrungen konntest du am Stand sammeln?
M.M.: Ich war positiv überrascht, wie viele Leute sich auf ein Gespräch eingelassen haben. Negativ waren höchstens blöde Sprüche beim Flyerverteilen und natürlich, dass Gabriele Hiller ihren Wahlkreis gegen eine AfD-Kandidatin verloren hat, die im Wahlkampf kaum sichtbar war.

Woran liegt das deiner Meinung nach?
M.M.: Ich denke, dass viele Menschen in Hellersdorf einfach voreingenommen sind und vernünftige Argumente nicht mehr an sich ranlassen.

Kannst du dir vorstellen für DIE LINKE in der BVV aktiv zu sein?
M.M.: Ja, auf jeden Fall!

Das Gespräch führte: Thomas Braune